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DMN: Wo fange ich an?

Die Relevanz von DMN zur Abbildung von Entscheidungen ist bekannt, aber die Frage bleibt: Wie oder besser basierend auf welchen Informationen fange ich eigentlich an? Woher kommen die Informationen, um Entscheidungen zu dokumentieren? Und wie halte ich dies in einem DMN Modell fest?

Informationsquellen für DMN Modelle

Ich konzentriere mich auf vier mögliche Informationsquellen: Prozesse, Anforderungen, Datenmodelle und Organigramme. Jede dieser Informationsquellen ist ein möglicher Startpunkt. In den meisten Fällen müssen alle betrachtet werden, um ein Gesamtbild zu erhalten.

 

Informationsquellen_DMN.png
 
Informationsquellen für DMN Modelle

 

Als Beispiel wird die Entscheidung eines Autovermieters über die Höhe der Kautionsgutschrift genutzt.

Prozesse

Egal ob adaptive oder normative Prozesse, häufig wird Entscheidungslogik in Prozessen beschrieben. Die Prozessmodelle lassen sich schwer pflegen und werden schnell unübersichtlich.

Extrahieren Sie diese Logik und pflegen Sie sie in DMN. Dadurch wird der Prozess verschlankt, leichter verständlich und bleibt stabiler, da die Ergebnisse der meisten Entscheidung für den weiteren Verlauf relevant sind, nicht aber der Weg dorthin.

Verwenden Sie Entscheidungen direkt in Ihren BPMN Geschäftsregel-Tasks und referenzieren Sie den Output Ihrer Entscheidungstabelle an Sequenzflüssen und erhalten so die Konsistenz zwischen den Modellen.

 

DMN_Prozesse.png
 
Komplexität der Entscheidung wird aus dem Prozess ausgelagert

 

Anforderungen

In jedem Projekt sind Anforderungen das Herzstück. Hinterfragen Sie Anforderungen, bei denen eine hohe Änderungshäufigkeit abzusehen ist. Ändern sich gesetzliche Rahmenbedingungen (wie Steuersätze oder Abgaben) oder möchte der Fachbereich möglichst flexibel Parameter anpassen, dann kann DMN helfen. Bilden Sie das Regelwerk bspw. in Entscheidungstabellen ab und verwenden Sie dieses in Ihren Prozessen oder Ihrer Software, um die Flexibilität zu erhalten.

 

DMN_Anforderungen.png
 
Entscheidung in DMN realisiert die fachlichen Anforderungen

 

Datenmodelle

Ein Datenmodell liefert viele Indizien für Entscheidungen. Statusinformationen wie bspw. der Kundenstatus hängen von vielen Faktoren ab, die Logik dafür lässt sich sehr gut in Form von Entscheidungstabellen mit DMN abbilden. Identifizieren Sie, wovon der Status abhängt und Sie haben den Input für Ihre Entscheidungstabellen gefunden.

 

DMN_Datenmodelle.png
 
Datenstrukturen beschreiben den Input für Entscheidungen

 

Organigramme

Wie hilft Ihnen ein Organigramm bei Ihrer Entscheidungsmodellierung? Entscheidungen in Ihrem Unternehmen werden von Ihren Fachexperten tagtäglich getroffen. Nutzen Sie diese Expertise, um Automatisierungspotential zu identifizieren. Aber auch wenn Ihr Ziel nicht die Automatisierung ist, ist es eine gute Idee, die Entscheidungen in Ihrem Unternehmen festzuhalten.

In DMN können Sie Entscheider (Decision Maker) und Entscheidungsverantwortliche (Decision Owner) für Entscheidungen beschreiben. Außerdem können Mitarbeiter als Wissensquelle (Knowledge Source) identifiziert werden. Ergeben sich bspw. Fragen im Prozessablauf, kann diese Information Gold wert sein.

 

DMN_Organigramme.png
 
Mitarbeiter, Stellen oder Organisationseinheiten sind als Entscheider oder Entscheidungsverantwortliche identifiziert

 

DMN Modell erstellen am Beispiel der Kautionsgutschrift

Die verschiedenen Aspekte sind nicht isoliert zu betrachten, sondern üblicherweise in einem Modell, in dem die Zusammenhänge deutlich werden. Und wie sieht ein solches Modell am Ende aus?  Für die Kautionsgutschrift habe ich das untenstehende Beispiel erarbeitet und für Sie ein DMN Modell erstellt.

 

DMN_im_Kontext.png
 
DMN Modell, eingebettet im Innovator Whiteboard-Diagramm

 

Im Innovator werden die Zusammenhänge in Whiteboard-Diagrammen gut visualisiert und können beispielsweise in einer Impact Analyse detailliert ausgewertet werden. Sei es, um die Auswirkungen von Änderungen zu analysieren, mit Kollegen über Entscheidungen zu diskutieren oder für Ihre Mitarbeiter die Entscheidungsfindung in Geschäftsprozessen zu dokumentieren.

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Weiterführende Informationen

Sie möchten die Darstellung von DMN im Innovator testen? Dann downloaden Sie hier Ihre kostenlose Testversion für 60 Tage.

Unser Training „DMN – Entscheidungen beherrschbar machen“  vermittelt Ihnen tiefergreifendes Wissen zum Thema, das Training „DMN lernen und in Innovator abbilden“ lernen Sie, Entscheidungen mit Hilfe DMN standardisiert im Innovator abzubilden.

Björn Hardegen

geschrieben von Björn Hardegen

Björn Hardegen ist seit 2013 Product Manager bei MID und verantwortlich für Innovator. Zuvor hat er erfolgreich als Senior Consultant in mehreren Softwareprojekten im privaten und öffentlichen Sektor im Bereich Prozessmanagement, Requirements Engineering und Serviceorientierte Architekturen gearbeitet.

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