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Im Namen der Agilität, oder: wenn Vier eine Reise tun … (Teil 2)

Im ersten Teil haben die beiden Scrum Master Veronika Stallmann und Bastian Stange von ihren Erlebnissen auf dem „Scrum Day“ in Stuttgart/Filderstadt berichtet. Im zweiten Teil wechseln wir die Rollenbrille zu einer anderen Facette in unserem MID-Consulting. Claudia Kausch (Managing Consultant) und Patrick Wich (Senior Consultant) waren ebenfalls mit an Bord und erlebten den „Scrum Day“ auf andere, bereichernde Art und Weise.

Claudia Kausch:

Schon bei der Eröffnung wurde klar, dass sich diese Konferenz von vielen anderen unterscheiden sollte: hier gibt es kein „Sie“, alle sprechen sich mit „Du“ an und die Hemmschwelle auf andere zuzugehen, nahm sofort ab. Hier gab es gefühlt auch keinen Wettbewerb und keine Geheimnisse, denn alle waren hier, um sich auszutauschen und von anderen zu lernen. Die offene Kommunikation aller Teilnehmer zog sich durch den ganzen Tag. Wer Probleme und Fragen mitgebracht hatte, bekam am Nachmittag den idealen Raum dafür, um sich beim „Open Space“ mit anderen Interessierten auszutauschen. Selbst in den Pausen jagte ein bereicherndes Gespräch das nächste und es wurde zu keinem Zeitpunkt langweilig.

Am zweiten Tag fiel es schwer, sich zwischen den vielen Fachvorträgen zu entscheiden. Auch hier nutzten wir (alle da gewesenen MIDler) die Chance, uns tatkräftig einzubringen, und konnten dadurch noch mehr zahlreiche, neue Kontakte knüpfen. Ich kenne keine vergleichbare Veranstaltung, wo das Netzwerken so gut funktioniert wie beim „Scrum Day“.

Mein Fazit?

Unheimlich wertvoll, bereichernd und definitiv weiter zu empfehlen!

Meine persönlichen Highlights?

1. Gedanken zum Thema „Agile Leadership“ und die Diskussion um die Rolle (und Verantwortung) von Führungskräften

2. Der äußerst humorvolle und interaktive Vortrag "Warum Skalieren von Scrum das Letzte ist, was man tun sollte" von Marc Löffler, bei dem man ohne PowerPoint, aber nicht ohne Saxophon und die Showeinlage von Patrick auskam.

3. So viel kreativer Input, geistreiche Anregungen und interessante Erfahrungen, die ich für meine tägliche Arbeit mitnehmen konnte, habe ich sonst in so kürzester Zeit nirgendwo mitgenommen.


Patrick Wich:

Diese drei Eindrücke des „Scrum Day“ möchte ich mit Euch teilen:

 Keynote von Jeff Sutherland:

Geiler Typ. Die vergangenen 48 Stunden haben sich Teilnehmer und Referenten darauf eingeschwungen, dass die agile Transformation den Menschen in den Mittelpunkt der Arbeitswelt stellen sollte. Dass wir nur dann Leistung bringen können, wenn unsere Unternehmenskultur von Wertschätzung geprägt ist. Dass die Sehnsucht nach Identität stärker ist, als das Streben nach Profit. Und dass wir uns deswegen Zeit nehmen sollten, das "Wozu" zu verstehen, bevor wir in die falsche Richtung laufen. Jeff nennt das "Kumbaya Scrum" und kauft nur Firmen, in denen Value auch durch die Velocity Pipe gepusht wird.  Amazon werde auch in Zukunft eine Firma nach der anderen platt machen, weil sie dreimal in der Sekunde deployen und bei 3.000 Scrum Teams die Decision Latency unter einer Stunde halten. Geiler Typ.

 Selbstverständlich:

Zum Mittagessen verteilen sich die Teilnehmer erst an die Buffet- und dann an die Stehtische. Mein Blick huscht über die Namensschilder meiner neuen Nachbarn: alles potentielle Kunden. Interessant. Was in jedem anderen Kontext als Grenzüberschreitung gewertet wird, ist auf dem „Scrum Day“ erlaubt: ein kurzes Hallo und mitten in das Gespräch quasseln. Mit meiner Gesprächspartnerin spreche ich über agile Transformation, versteht sich von selbst. Sie will wissen, wie sie sich darum kümmern soll, wenn einem niemanden sagen kann, wie es in der Praxis aussieht. Die Zentrale hat da sowas angedeutet. Nur an die Mitarbeiter hat mal wieder keiner gedacht. Warum sie sich damit überhaupt beschäftigen, will ich wissen: "Hast Du eigentlich einen Auftrag?" Lautes Gelächter: "Das ist ja witzig, nein, habe ich nicht." Ich erbeute eine neue Visitenkarte.

 Open Space:

Direkt nach der Begrüßung durch die Konferenzleitung stellt ein Mitglied des Scrum Event Teams die sogenannten "Open Spaces" vor. Jeder Teilnehmer kann nachmittags frei zu einem Thema einen Vortrag oder Workshop gestalten und alle anderen Teilnehmer sind eingeladen mitzumachen. Ich versuche so skeptisch wie möglich zu schauen, um ihn auf die Radikalität des Formats hinzuweisen. Er fährt fort. Das Prinzip der richtigen Zeit. Das Prinzip der richtigen Teilnehmer. Das Prinzip der zwei Füße. Drei Stunden lang wandere ich von Vortrag zu Vortrag, von Workshop zu Workshop. Neue Ideen, wirklich gute Gespräche und ehrliche Auseinandersetzungen. Ich fühle mich bereichert und kann es immer noch nicht fassen: Es hat funktioniert.

Zusammenfassend:

Der Scrum Day als Bereicherung für uns alle? Das können wir klar mit „Ja!“ beantworten. Sowohl persönlich als auch für die MID, die wir dort repräsentiert haben. Viele Kontakte wurden geknüpft, die zarten Pflänzchen zukünftiger Partnerschaften und Kundenbeziehungen dürfen nun gehegt und gepflegt werden. Der Termin im nächsten Jahr steht bereits fest (3. bis 7. Juni 2019). Save the date!

Diese Erfahrung hat außerdem aufgezeigt, dass unsere Consultants gefordert sind, nicht nur ihr Wissen hinsichtlich agiler Methoden in Kundenprojekten einzusetzen. Durch die Art und Weise, wie wir das tun, tragen wir unseren Teil zum Kulturwandel in einem sich rasant ändernden Umfeld bei. Wir lernen täglich dazu. Wenn Sie an unserem Erfahrungsschatz teilhaben möchten, sprechen Sie uns an.

Claudia Kausch/Patrick Wich

geschrieben von Claudia Kausch/Patrick Wich

Claudia Kausch ist Managing Consultant bei MID und verantwortlich für den Schwerpunkt Software Lifecycle Management. Sie hat in verschiedenen Softwareentwicklungsprojekten im nationalen und internationalen Umfeld gearbeitet und Erfahrung in den Branchen Einzelhandel, Versicherung und öffentlicher Verwaltung. In Stuttgart ist sie unsere Ansprechpartnerin vor Ort. Darüber hinaus engagiert sie sich als Dozentin im Studiengang Wirtschaftsinformatik an der DHBW. ------ Patrick Wich ist Senior Consultant bei MID und derzeit bei der Bundesagentur für Arbeit als Koordinator tätig. Er hat vor 5 Jahren als Quereinsteiger im IT Consulting begonnen und sich danach im agilen Produkt- und Projektmanagment spezialisiert. Aus seiner Startup-Zeit ist die Vorliebe für pragmatische Lösungen geblieben. Darüber hinaus schließt er dieses Jahr seine Ausbildung als systemischer Berater ab.

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