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Studie zur Nutzung und zum Nutzen von Enterprise Architecture Management (EAM)

Motivation

Enterprise Architecture Management (EAM) ermöglicht die ganzheitliche und integrierte Betrachtung von IT-Infrastruktur, Informationssystemen, Geschäftsprozessen, Geschäftsmodellen und der Unternehmensstrategie einer Organisation. EAM kann benutzt werden um eine Organisation mit all ihren Prozessen, Methoden, Modellen und Werkzeugen in einer umfassenden Form zu planen und zu entwickeln.

Von 2013 bis 2014 wurde von MID und der Hochschule für Technik Stuttgart (HfT) eine Studie zur Nutzung und zum Nutzen von Enterprise Architecture Management (EAM) durchgeführt. „Diese Studie zeigt den großen Bedarf an unabhängiger Übersicht über die verfügbaren EA-Werkzeugen und Vorgehensweisen“ sagt Professor Dr. Gero Lückemeyer von der HfT Stuttgart.

Das Ziel der Studie bestand darin, einen Ist-Zustand des Nutzens und der Nutzung von EAM zu erlangen. Die Studie richtete sich an die Zielgruppen oberes Management und Enterprise Architekten, einschließlich anderen mit EA-Aufgaben betreuter Mitarbeiter und auch Berater.
Die Teilnehmer der Befragung waren hauptsächlich Enterprise Architekten, Consultants im Bereich EAM oder in anderer Weise für das Themengebiet EAM verantwortlich. Die Befragten repräsentieren überwiegend Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Ferner haben die an der Studie beteiligten Unternehmen ihren Sitz mehrheitlich in Deutschland.

Zusammenfassung

Insgesamt konnten die Unternehmen ihre Erwartungen an EAM weitgehend erreichen. Dabei sind sie auf unterschiedliche Art und Weise vorgegangen. Mehrheitlich wurden interne Mitarbeiter eingesetzt, dennoch bestand in bestimmten Phasen der EAM-Einführung Bedarf an externen Experten. Zudem stellen die Unternehmen ähnliche Anforderungen an die Zertifizierung interner sowie externer Mitarbeiter und setzen selbstentwickelte sowie bereits bestehende EAM-Frameworks ein. Ferner werden in der Regel mehrere unterstützende Tools verwendet. „Ein interessantes Ergebnis ist der Ruf nach einer Lösung, die den Anwendern hilft, bestehende Tools zu integrieren“ so Jürgen Leuschel, Geschäftsführer der MID in Nürnberg, „Mit smartfacts.com  bedienen wir genau dieses Bedürfnis“.

Die Studie kann unter http://www.mid.de/unternehmen/studien.html  abgerufen werden.

Details zur EAM-Studie

Branchen
EAM wird insbesondere in den Branchen Bank, Pharma, sowie Versicherung bereits überwiegend eingesetzt. Potentielle Kundengruppen stellen die Branchen Food & Logistik, Handel sowie IT & Telekomunikation aufgrund ihres hohen Anteils geplanter EAM-Vorhaben dar.

Ziele und Nutzen
Die Unternehmen verfolgen mit dem Einsatz von EAM geschäfts- sowie IT-orientierte Ziele. Vor allem die IT-orientierten Ziele Standardisierung von IT-Prozessen, die Modernisierung der IT sowie die Reduktion von Redundanzen wurden von der Mehrheit der Befragten als sehr wichtig bewertet. Bei den geschäftsorientierten Zielen waren die Verbesserung und Neugestaltung von Geschäftsprozessen und aufbauorganisatorischen Veränderungen, die Verbesserung der Agilität und Flexibilität des Unternehmens sowie die Verbesserung der Entscheidungs- und Planungssicherheit mehrheitlich wichtig oder sogar sehr wichtig.
Interessant waren die Aussagen zum Nutzen von EAM. Hier wurde Nutzen oft anhand der Zielerreichung gemessen. Insbesondere die geschäftsorientierten Ziele konnten die Befragten erreichen oder sogar übertreffen. IT-orientierte Ziele wiesen hingegen eine vergleichsweise hohe Untererfüllung auf. Ein mögliches Handlungsfeld stellt folglich eine gezielte Beratung zur Reduktion von Redundanzen dar, da diese eines der Top-3 IT-orientierten Ziele ist, aber nur von der Hälfte der Befragten erreicht wurde.

Risiken
Das größte Risiko bei der Einführung oder dem Betrieb von EAM wird darin gesehen, dass EAM als Elfenbeinturm wahrgenommen wird. Die fehlende Unterstützung der Geschäftsführung wird überwiegend als wenig relevant bewertet.
Externe Mitarbeiter
Die Unternehmen vertrauen bei ihren EAM-Vorhaben größtenteils auf eigene Mitarbeiter. Werden dennoch externe Mitarbeiter in EAM-Projekten eingesetzt, geschieht dies hauptsächlich in den Phasen der Vorbereitung und Implementierung. Der Fokus der Beratung sollte deshalb auf diese Phasen gelegt werden.

Zertifizierungen
Weiterhin zeigt die Studie eine Vielzahl an unterschiedlichen Zertifizierungen im Zusammenhang mit EAM in den Unternehmen. Insbesondere Zertifizierungen für  das The Open Group Architecture Framework (TOGAF) spielen aktuell und in Zukunft eine wichtige Rolle. Architektur integrierter Informationssysteme (ARIS) hingegen wird zukünftig als eher nachrangig bewertet.
Von externen Mitarbeitern werden in EAM-Vorhaben oft Zertifizierungen für TOGAF und eine Projekterfahrung von zwei bis sechs Jahren erwartet. Ebenso werden Zertifizierungen in BPMN sowie UML gewünscht.
Der Aufwand für das Tailoring des Frameworks sowie die Anpassung des Frameworks an die Organisation oder das Unternehmen ist insbesondere bei Eigenentwicklungen vergleichsweise hoch. Wird TOGAF eingesetzt, fällt der Aufwand deutlich geringer aus. Branchenspezifische Lösungen von TOGAF anzubieten, welche die gängigsten Anforderungen einer Branche abdecken, könnte daher ein interessantes Geschäftsfeld darstellen.

Unterstützende Tools
In der Regel setzen die Befragten auf mehr als ein Tool und verfolgen eine Best-of-Breed-Strategie. Dies zeigt die besondere Wichtigkeit von Schnittstellen zwischen den verschiedenen Softwarelösungen und der Verwaltung der Modellierungsobjekte an einem zentralen Ort auf.

Diese Ergebnisse lassen daher auch Erfolgspotential in der Integrationsplattform smartfacts – The Model Warehouse erkennen.

Download der EAM-Studie:

Holen Sie sich jetzt kostenfrei die gesamte Studie unter www.mid.de/unternehmen/studien.html

MID Marketing

geschrieben von MID Marketing

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