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Bosch Connected World (BCW) – die Internet of Things Konferenz

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Aus Visionen sind Ziele geworden – aus Versuchen Projekte, aus Theorie konkretes Handeln.

 Die Welt, und mit ihr die führenden Unternehmen aus Deutschland, sind auf dem Weg des Internet of Things (IoT). Über 3.500 Teilnehmer auf der BCW zeigen, wie relevant das Thema ist.

Autonomem Fahren kommt immer mehr Bedeutung zu. Vor allem E-Mobility und Connected Cars sind dabei führende Begriffe. Sie sollten uns aber nicht dazu verleiten, das Thema IoT ausschließlich darauf zu reduzieren. IoT ist überall! Angefangen in der Fertigung, geht es über die „Supply Chain“ tief in die Logistik und macht selbst vor der Agrarkultur noch lange nicht halt. Wir haben den Nutzen der Daten erkannt und beginnen, deren Mehrwert zu schöpfen. Es in belastbare Business Modelle zu übertragen, ist die nächste Aufgabe.


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Die Chancen, die im IoT stecken, sind riesig. Die Herausforderungen und Hürden, die noch zu bewältigen sind, aber an vielen Stellen um ein Vielfaches größer. So wird offen ausgesprochen, dass wir heute nur über die Spitze des Eisberg reden, wissend, dass die Ziele, die man erreichen möchte, die größte Veränderung und Entwicklung seit der Erfindung des Automobils bedeuten. Und bei all dem Licht, wird auch über den Schatten einer so umfangreichen Digitalisierung gesprochen. Sicherheit ist ein omnipräsentes Thema, das von Eugene Kaspersky in einem wunderbar unterhaltsamen Vortrag auf den Punkt gebracht wird. Der wirtschaftliche Schaden, der schon jetzt durch Cyberkriminalität jährlich angerichtet wird, übersteigt die Gesamtkosten der ISS (International Space Station) um das Dreifache. Und die betragen 150 Mrd. Euro.

Und so, wie die Probleme auf technischer Eben des IoT diskutiert werden, erfolgt auch die kritische und sehr vielschichtige Betrachtung des Menschen in diesem Kontext. Und dabei geht es nicht nur um den Verlust von Arbeitsplätzen.

Allen positiven und evtl. negativen Aspekten zum Trotz, bot die BCW spannendste und hochinteressante Themen und Vorträge.

Warum sollte es nicht möglich sein, eine halbe Stunde vor der Ankunft zu Hause, die Heizung hoch zu regeln und den Backofen vorzuheizen- sprachgesteuert, vom – am besten schon autonom - fahrenden Auto aus, versteht sich. It's a connected world! Und die Dinge und Welten sind nicht mehr isoliert. Egal wo ein Device steht oder sich bewegt, wenn es eine IP-Adresse hat und eine Verbindung zum Internet, ist es theoretisch fähig, mit jedem andern Device Daten und somit Informationen auszutauschen. Warum also sollte man nicht den Backofen für die Pizza von unterwegs aus schon anheizen? Wer nun über diesen Ansatz einer Digitalisierung schmunzeln mag, dem sei gesagt, dass er von Dieter Zetsche, dem CEO von Daimler stammt. Und er zeigt nichts weiter, als dass die Möglichkeiten, die sich uns damit eröffnen, jede Form der geistigen Freiheit und Fantasie erlauben.

Die Technologie und Hardware hierfür entwickelt sich in rasantem Tempo, führt aber dazu, dass ein „Connected Car“ aktuell pro Tag ca. 4 TB Daten erzeugt. Und mit der Generation 4  - der nächsten Hardwaregeneration – werden sich diese Datenmengen noch vervielfachen. Dieses Datenvolumen auf hunderttausende Autos hochgerechnet, sprengt aktuell auch noch unsere Vorstellungen von „Big Data“ und würde das Internet wohl im Moment noch ins Schwitzen bringen.  Nutzung und Auswertung dieser Daten sind ein weiteres Feld der Informatiker. Und dies sind nur die tatsächlich vom Auto  durch das Fahren verursachten Daten. Der digitale Fußabdruck eines Autos wird weitaus größer ausfallen. Keyless entry und App-based Car sharing. - Sag DEINEM Sportwagen doch einfach per App, wenn deine Frau auch einmal damit fahren darf. Die App sagt deiner Frau genau wo das Auto steht und schickt den entsprechenden Freigabe-Key auch gleich mit. Und DEIN Sportwagen – der tut dann dasselbe wie du: Er folgt deiner Frau aufs Wort.

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Aber nicht nur Autos sollen in Zukunft autonom fahren können. Auch die Bahn denkt über selbstfahrende Güterwägen nach, die sich, mit einer automatischen Kupplung ausgestattet,  eigenständig zu einem Zugverband rangieren könnten und am Zielort die letzten Kilometer autonom, ohne Lokomotive, zum Kunden führen. Wie darüber ein paar tausend Rangierer und Lokführer wohl denken?

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Mit autonomem Fahren ist aber auch der Begriff E-Mobilität eng verknüpft. Und es überrascht ein wenig, dass ausgerechnet die gute alte Post (heute mit DHL das größte Logistik Unternehmen weltweit!), das wahrscheinlich am weitesten entwickelte Unternehmen in Deutschland in Sachen E-Autos ist. Über 5.000 E-Scooter hat sie schon auf der Straße. Dieser Scooter ist somit eines der erfolgreichsten E-Autos in Deutschland. Ein enormer Gewinn für unsere Umwelt und eine ernsthafte Antwort auf die Feinstaub- und Stickoxyd-Problematik unserer Städte. Die Post will bis 2050 komplett CO2 frei sein. D. h. sie will auch Schiffe oder Flugzeuge in Ihrer Flotte haben, die kein CO2 mehr ausstoßen.

Die Möglichkeiten, die sich mit IoT eröffnen, scheinen wirklich unendlich groß. Und so darf es nicht verwundern, wenn sich gerade eine große Zahl von Unternehmen und kreativer Start up’s rund um das IoT finden, deren Business Cases noch ganz am Anfang stehen, die aber wissen, dass die meisten Cases noch gar nicht erdacht sind.

Bei aller Euphorie kommt man dann auch sehr schnell zu der Erkenntnis, dass man Menschen, Technik und Lösungen – und davon viele aus vielen unterschiedlichen Bereichen, Unternehmen und Ländern - zusammenbringen muss, um derartige Konzepte in tragfähige, zukunftssichere Lösungen umzuwandeln. Alleingänge, das haben hier alle bestätigt, werden zu keinem Erfolg führen.

Vieles von dem wird kommen. Ob morgen oder übermorgen… und manches auch nicht.

Übrigens: smartfacts gibt es schon heute und jetzt. smartfacts „connected“ Tools und vernetzt Bereiche im Unternehmen, die bisher in Silos leben mussten. Hallo IoT – wir sind ganz vorne mit dabei. Schaut es euch gerne mal an: www.smartfacts.com


Ich werde euch in diesem Blog die einzelnen Themen, die hier nur sehr kompakt angerissen wurden, nach und nach ausführlich beschreiben. Ich freue mich auf euer Feedback! Und wenn ihr Fragen habt, ruft mich einfach an: +49 173 387 41 93, oder mailt mir: u.neumann@mid.de       


Übrigens: komisch wird IoT bei mir, wenn ich in meinem Haushalt vernetzte Geräte stehen habe und mein Kühlschrank sich mit meiner Waage unterhält. 😉


Euer Uwe – live von der BOSCH Connected World in Berlin

geschrieben von Uwe Neumann

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