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Agilität und Modellierung - passt das zusammen?

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Die Meinungen, ob Modelle ein agiles Vorgehen bei der Softwareentwicklung unterstützen können, gehen in der IT weit auseinander. Vorurteile oder Misserfolge bei der Verwendung von Modellen oder auch mangelnde Kenntnis von sinnvollen Einsatzszenarien führen zu einer ablehnenden Haltung. Auf der anderen Seite stehen dem aber auch Berichte erfolgreicher Modelleinsätze gegenüber.

Auch in agilen Projekten macht der Einsatz von Modellen nur dann Sinn, wenn er mit einem konkreten Nutzen verbunden ist. So muss das Modell dazu dienen, eine Herausforderung, die im Projektalltag aufgetreten ist, zu bewältigen. Bspw. indem die Kommunikation verbessert wird, Wissen langfristig und leicht zugänglich verfügbar gemacht wird, aufwändige manuelle Tätigkeiten verringert werden oder es ermöglicht wird, Zusammenhänge zu erkennen und Auswirkungen von Änderungen abzuschätzen. Der Nutzen allein ist jedoch keine hinreichende Bedingung für den Einsatz von Modellen. Von Anfang an sollten alle Alternativen geprüft werden, die zur Bewältigung einer Herausforderung dienen können. Insbesondere dann, wenn sie mit einem geringeren Aufwand einen vergleichbar hohen Nutzen wie ein Modell erzielen. Hier ist v. a. die Komplexität eines IT-Produkts ein guter Indikator: Je höher die Produktkomplexität desto besser ist i.d.R. das Verhältnis zwischen Nutzen und Aufwand beim Einsatz eines Modells und desto schlechter ist dieses Verhältnis bei Alternativen, bspw. rein textuellen Repräsentationen.

Wurde entschieden ein Modell einzusetzen, so ist es im nächsten Schritt notwendig, die Eigenschaften eines Modells so festzulegen, dass dieses die Bedürfnisse der Stakeholder erfüllt. So muss die Notation für die Stakeholder verständlich sein und das Modell muss die benötigten Teile des Produkts oder die benötigten Softwareanforderungen beschreiben. Der Abstraktionsgrad ist so zu wählen, dass das Modell so einfach wie möglich und damit der Aufwand zu seiner Erstellung und Pflege so gering wie möglich ist. Das Modell sollte aber dennoch so detailliert und damit aussagekräftig wie nötig sein.

Auf die Frage, ob Modellierung und Agilität zusammenpassen, gibt es unserer Meinung nach nicht die eine für alle Projekte gültige Antwort. Es kommt vielmehr auf die konkreten projektspezifischen Bedingungen und Anforderungen und auf eine gute und vorausschauende Bestimmung der Eigenschaften des Modells an.

Mehr zum Thema erfahren Sie in unserem Whitepaper "Agilität und Modellierung - passt das zusammen?"

Whitepaper Agilität und Modellierung

 

Ann-Julie Martin

geschrieben von Ann-Julie Martin

Ann-Julie Martin ist Consultant bei der MID GmbH. Zuvor absolvierte sie ihr Studium der Wirtschaftsinformatik an der Universität Regensburg.

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